Erst unsympathisch, 
dann verbunden

Als ich die ersten Texte von Alex* las, war ich genervt und verschlossen. Als ich zum ersten Mal mit ihm gesprochen habe, war ich ergriffen, tief verbunden und habe sogar geweint. Wie ist das möglich: Mit jemandem zu sprechen, der einem absolut unsympathisch ist, und dabei Verbindung fühlen? 

Ich habe Alex bei der Aktion “Deutschland spricht” kennengelernt. Bei der Aktion von Zeit, NDR und anderen Medien werden Menschen mit unterschiedlichen Meinungen zusammengebracht, die dann nur eine Aufgabe haben: einander zuhören. Wir haben uns auf Zoom verabredet und über geschlechtergerechte Sprache geredet. Also eine Sprache, die Frauen sichtbar macht. Für ihn der Gipfel der Überflüssigkeit, für mich absolut notwendig. 

Grenzen setzen für mehr Verbindung - echt jetzt?

Der Immobilien-Gutachter hatte sich für 10.15 Uhr angekündigt - um 9.30 Uhr stand er bereits vor der Tür. Er will Fotos der Wohnung machen. Kim und Alex sitzen da allerdings noch am Frühstückstisch. 

Alex hatte bei Kim übernachtet und sie genießt die friedliche Frühstückzeit mit ihrem Freund jedes Mal auf Neue. Das ist etwas, das sie in ihrer Herkunftsfamilie nie erlebt hat, deswegen wertschätzt sie die Verbindung und Ruhe mit Alex sehr. Als der Gutachter 45 Minuten vor der vereinbarten Zeit eintrifft, merkt Kim ihren Widerstand.

Hurra, es geht los!

Wie kann ich in anstrengenden Situationen in Verbindung mit dem anderen bleiben, ohne mich selbst aufzugeben? Wie gehe ich mit Hochsensibilität um? Und wie finde ich endlich den Richtigen? Darüber schreibe ich im Verständlich-Blog. Viel Spaß beim Lesen - hier oder auf Instagram.